HUMANITY OR HATRED – Menschlichkeit oder Hass

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(v.l.n.r.) Petra Müller, Henning Wenzel, Jan Eichhorn, Feline Waschneck, der deutsche Botschafter in der Slowakei, Dr. Thomas Götz, Julius Carstens, Arnim Kresken, Lea Zoë Schäfer, Luisa Hopfendorf

Acht Schüler der Q1 unserer Schule sind für sechs Tage im slowakischen Žilina Teilnehmer an ZAMUN. Dabei handelt es sich um eine Model United Nation (siehe Infokasten). In Begleitung von Englisch- und Französischlehrerin Petra Müller debattieren sie über politische Themen in verschiedenen Konferenzen. „Humanity or hatred – you choose!“ 

Es sei die Jugend, in deren Hand die Zukunft läge, die entweder von Menschlichkeit oder Hass geprägt sein könne. Das sagte Imrich Milo, der Organisator von ZAMUN, bei seiner Eröffnungsrede, welche die Konferenzen offiziell am Donnerstagmorgen einleitete. Neben ihm sprachen auch weitere Redner, unter anderem ein Vertreter des slowakischen Außenministeriums, sowie der deutsche und indische Botschafter. Danach begann sofort die Arbeit in den Komitees. ZAMUN 2016 teilt sich in vier Komitees und eine Generalversammlung ein. Dort diskutieren Schüler jeweils aktuelle Themen der Weltpolitik (siehe Infokasten 1), genauso laufen auch FRAC und ESMUN ab (siehe Infokasten 2). Jedes Mitglied versetzt sich in die Rolle eines Delegierten aus einer anderen, vielleicht nicht so bekannten Nation. Darauf vorbereitet haben sich alle zu Hause, indem jeder eine Grundsatzerklärung verfasste, die die Position des zu vertretenen Landes deutlich machen sollte. Nach der ganzen Vorbereitung war jeder auf die Konferenzen gespannt. Diese sind so aufgebaut, dass die jeweilige Fragestellung in verschieden Arbeitsphasen beantwortet und eine bestimmte Lösung gefunden wird. Am Anfang stellen alle Delegierten die Position ihres Landes in einer kurzen Einführungsrede vor. Darauf folgt eine angeleitete Fraktionssitzung, in der jeder Delegierte seine Meinung darstellen oder Vorschläge machen kann. Die Reihenfolge der Sprecher wird vom Vorsitzenden festgelegt, sodass niemand unterbrochen wird und jeder seinen Standpunkt in einem vorgeschriebenen Zeitrahmen ausführen kann. Am Ende aller Sitzungen soll ein Beschluss gefasst werden. Dazu formen sich je nach Zielen Gruppen, die ein Dokument mit Lösungen erarbeiten, das an die tatsächlichen UN-Komitees weitergeleitet wird. 

An ZAMUN 2016 nehmen 120 Schüler aus einigen europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Finnland, Luxemburg, Griechenland, Slowakei, Frankreich, Niederlande, Schweden, Polen), sowie aus Indien und Israel teil. Darunter sind auch viele Schüler aus sogenannten YEL Clubs (Young European Leaders), welche noch ein paar Tage länger in Žilina bleiben, um intensiv miteinander zu arbeiten und weitere politisch aktuelle Themen zu diskutieren. In den YEL Clubs wurden die Teilnehmer im Vorfeld auf die internationale Begegnung vorbereitet. So auch die Schüler des Wittekind-Gymnasiums, die sich seit August 2015 regelmäßig getroffen haben, um das Debattieren in der englischen Sprache einzuüben und ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Geleitet wird dieses Projekt von Petra Müller als Teil des Europrojekts. 

Zur Abwechslung zum Debattieren und formeller Geschäftskleidung werden auch viele Freizeitangebote organisiert, bei denen sich die Delegierten austauschen und kennenlernen können, zum Beispiel der Besuch einer Mineralquelle, eine Führung in der historischen Altstadt Žilinas oder die traditionelle MUN-Party. So können Politik und Spaß in einem internationalen Projekt verbunden werden.